Lime
Lime
Lime ist ein US-amerikanisches Unternehmen, das E-Scooter und E-Bikes zur Verfügung stellt, die Nutzer in Städten mieten können, um sich einfach und schnell fortzubewegen.
Lime ist ein auf Grundlage von Echtzeitinformationen funktionierender, sogenannter standortbasierter „Mikromobilitätsdienst“, da nur kleine, elektrisch betriebene Fahrzeuge zur Flotte von Lime gehören.
Der Dienst wurde 2017 von Toby Sun und Brad Bao in San Mateo gegründet. Mittlerweile bietet Lime seinen Service weltweit in über 2000 Städten und in fast 30 Ländern an, wie zum Beispiel in den USA, Kanada, Mexiko, Australien und neun europäischen Ländern. Seit 2018 ist der Dienst auch in Deutschland verfügbar.
Vergleichbare Dienste sind beispielsweise Circ[1], Tier [2], Bird[3] und Spin[4].
Überblick
Lime funktioniert über die dazugehörige Lime-App, die sowohl für Android als auch für iOS zur Verfügung steht. Die App nutzt dabei GPS und zeigt auf einer Karte an, wo sich die verfügbaren E-Scooter und Fahrräder sowie deren Ladestationen befinden. Außerdem kann sie dabei helfen, den Weg zu einem Scooter oder dem angegebenen Ziel zu finden. Nachdem man sich in der App registriert hat, kann man das gewünschte, in der Nähe befindliche Fahrzeug entsperren. Das Entsperren funktioniert über einen QR-Code am entsprechenden Fahrzeug. Nach dem Entsperren steht das Fahrzeug dem Nutzer für die gewünschte Zeit (maximal 24 Stunden) zur Verfügung. Der Preis für die ausgeliehenen E-Bikes und -Scooter variiert je nach Stadt und kostet in der Regel zwischen 20 und 25 Cent pro Minute zuzüglich der Grundgebühr von 1€ bei der Reservierung des jeweiligen Fahrzeugs. In vielen Städten setzt Lime auf Geofencing, also einer virtuellen Grenze, die beispielsweise die Stellplätze der E-Scooter festlegen und somit das Parken nur noch auf den dafür vorgesehenen Stellplätzen möglich macht oder auch sichergestellt werden, dass bestimmte Bereiche, Orte oder Ländergrenzen nicht mit den Fahrzeugen von Lime befahren beziehungsweise überquert werden.
Hintergrund
Seit dem 15. Juni 2019 sind in E-Scooter im deutschen Straßenverkehr zugelassen[5] und erfreuen sich seitdem auch in deutschen Städten großer Beliebtheit. In anderen europäischen Ländern gab es diese Mobilitätsform schon länger.[6]
Nach der Freigabe nahm die Anzahl der Anbieter in deutschen Städten zuerst rapide zu, während mittlerweile auch immer wieder einzelne Anbieter vom Markt gehen.[7] Im Laufe der Zeit wurde aber auch immer wieder Kritik laut, dass durch die E-Scooteranbieter prekäre Jobs entstünden. Die E-Scooter müssen nach der Benutzung eingesammelt, aufgeladen und wieder im Stadtgebiet verteilt werden. Das geschieht durch sogenannte „Juicer“, deren Arbeitsbedingungen prekär sind.[8]
Insgesamt wurden E-Scooter in Deutschland nicht so gut angenommen, wie vorher erhofft[9] und die Umweltbilanz ist bei weiterem nicht so positiv, wie ursprünglich beworben.[10][11]
Standorte im deutschsprachigen Raum
Zu den Standorten in im deutschsprachigen gehören Aachen, Augsburg, Basel, Berlin, Bonn, Bochum, Dortmund, Dresden, Duisburg, Düsseldorf, Erlangen, Essen, Elmshorn, Frankfurt a. M., Fürth, Göttingen, Hamburg, Hamm, Hannover, Heilbronn, Köln, Konstanz, Linz, Lübeck, Mainz, München, Münster, Nürnberg, Stuttgart, Wien, Wiesbaden und Zürich.
Quellen und weiterführende Links
https://apps.apple.com/de/app/spin-electric-scooters/id1241808993
https://www1.wdr.de/nachrichten/rheinland/elektroroller-laut-tuev-in-der-kritik-100.html
https://www.gesetze-im-internet.de/ekfv/BJNR075610019.html
https://de.wikipedia.org/wiki/Lime_(Unternehmen)
https://praxistipps.chip.de/uber-jump-so-funktioniert-der-bike-und-scooter-dienst_114837