Adobe Creative Cloud

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Die "Creative Cloud" und wie sie funktioniert

Die "Adobe Creative Cloud" ist eine Sammlung von Applikationen für die Bereiche Fotografie, Videografie, Web-design und Grafikdesign und wurde 2012 parallel zu der seit 2003 bestehenden "Adobe Creative Suite" angeboten. Das besondere der "Adobe Creative Cloud" ist das die verschiedenen Apps, mit ihren verschiedenen Funktionalitäten und Einsatzbereichen, miteinander kommunizieren, und somit einen weit besseren Arbeitsfluss gewährleisten als verschiedene "stand-alone" (in sich geschlossene) Apps. So dient die Applikation "Adobe Bridge" als Bibliothek, in der alle Inhalte zur weiteren Verwendung sortiert, bewertet und kategorisiert werden. Hat man das z. B. mit einem Foto getan, so kann das Foto nun direkt von "Adobe Bridge" weiter in "Adobe Camera RAW" geöffnet und grundlegend behandelt werden, bevor es in "Adobe Lightroom" und/oder "Adobe Photoshop" mit komplexeren Werkzeugen perfektioniert wird. Dabei werden durchgehend alle Daten weiter übertragen und es gehen keine Informationen verloren, wie es z. B. der Fall sein kann wenn das Foto "unterwegs" abgespeichert werden muss um es in einem anderen Programm zu öffnen.

Entwicklung

In der weiteren Entwicklung wurde unter anderem zunehmend auf verschiedene Endgeräte fokusiert, so sind z. B. einige Apps (auch) für Mobiltelefone verfügbar, die wiederum über die Cloud mit anderen Endgeräten, die dem gleichen Account (Konto) zugeordnet sind, kommunizieren und synchronisieren. Beispiele hierfür sind z. B. die Lightroom app für Fotobearbeitung, 2017 für Mobiltelefone herausgegeben oder die 2019 herausgegebene Version von Premiere Rush, die zur grundlegenden Bearbeitung von Filmaufnahmen dient.

Systemwechsel

Der Vorteil dieses Models ist das der Nutzer nicht länger neue Versionen/Programme kaufen und/oder Programme "updaten" muss. Alles passiert vollautomatisch in der Cloud. Dies bedeutet nicht das alle Daten ausschließlich in der Cloud gelagert sind, einige Komponenten werden noch immer direkt auf den verschiedenen Endgeräten installiert. Von den Endprogrammen wie z. B. Lightroom und Premiere Pro können die fertiggestellten Inhalte direkt ins Social Web bzw. einige der bekanntesten sozialen Netzwerke hochgeladen werden, ein Zwischenspeichern ist auch hier nicht nötig.

Die "Adobe Creative Cloud" ist keine definierte Sammlung, und Nutzer müssen sich entscheiden ob sie nur eine einzelne App des Paketes abonnieren möchten oder die gesamte Sammlung. Dazu gibt es verschiedene Preismodelle für Studenten/Schüler, Einzelpersonen, Gruppen und Unternehmen.

Dieser Wandel, bei dem Adobe nicht der erste namhafte Produzent war, hatt in 2014 noch rege Kritik ausgelöst, als die traditionelle "Adobe Creative Suite" nach der 6. Ausgabe eingestellt wurde. Konnten die Nutzer zuvor noch Wählen zwischen dem Kauf eines traditionellen Paketes oder der Cloudversion, so mussten diese sich nun entscheiden ob sie auf ein monatliches Abonnement umsteigen oder auf einen anderes Produkt setzen wollten. Der grosse systematische Wandel war nicht nur das Bezahlungssystem, sondern dass die "Creative Cloud" von der hardware-basierten Software auf eine netzbasierte Cloud-version umgestellt wurde. 1

Bedeutung im Social Web

Wer mit sozialen Medien wie Facebook, Instagram, Twitter, 500px und YouTube unterwegs ist hatt mit höchster Wahrscheinlichkeit von einer oder mehreren der apps der "Adobe Creative Cloud" gehört oder evt. sogar Zusatzprodukte wie "Presets", vorgefertigte Profile für die Bild- und Videobearbeitung, von seinem bevorzugten Fotografen, Youtuber osv. für Lightroom oder Premiere Pro gekauft. Der Übergang zwischen Produkt, Service und sozialer und wirtschaftlicher Plattform wird hier mehr und mehr fließend.

Adobe selbst erklärte wirtschaftliche Sicherheit und Kontinuitet als Grund für die Änderung, aber auch die zahlreichen Möglichkeiten in der weiteren Entwicklung der Software. 2